Donnerstag, 13. Mai 2010

Vatertag


Heute war ich mit Frauchen im Wald.
Unseren gerne genommenen Weg rund um den Aussichtsturm haben wir aber gemieden. Dort tummelten sich viele Männer, die Vatertag feierten. Man hörte sie laut singen und palavern. Unterwegs trafen wir jedoch auf verschiedene Männer-Wandergruppen, die Richtung Heimat zogen, die Bierflaschen in der Hand. Offensichtlich hatten sie dem Alkohol schon tüchtig zugesprochen, denn manch einer benötigte die halbe Wegbreite, um ihn zu beschreiten.
Da hab ich mich gewundert: wie finden Männer, die offensichtlich ganz viel Alkohol genossen haben, den Weg nach Hause? Ob sie ihn noch instinktiv finden? Oder laufen sie auf dem Weg zurück, den sie hingegangen sind und schnuppern ihre Spur, so wie ich es manchmal mache, wenn ich im Wald mal vom Weg gekommen bin?
Wie dem auch sei: Frauchen und ich hielten Abstand zu ihnen. Man hörte sie weit entfernt singen oder gröhlen. Manchmal hörte es sich entfernt an, wie der Ruf der Eidergänse, bevor der Horizont sie verschluckt. Frauchen sagte aber, dass ihr die Eidergänse lieber sind.

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